Die Dankbarkeit ist es!

Lange musste Brigitte Odewald auf ihre erste Tätigkeit bei ZAK, der Generationenhilfe für das Usinger Land nicht warten, nachdem sie Mitglied im Verein und Helferin geworden war. Nur gut zwei Wochen später leistete sie ihren ersten Einsatz, in einem ihr eigentlich etwas fremden Gebiet, der Gartenpflege. Nach Anleitung der Hilfesuchenden hatte sie das kleine Terrassenbeet schnell wieder in Ordnung gebracht und spürte dann, dass es bei dem ehrenamtlichen Einsatz nicht nur um die Hilfe an sich geht, sondern auch immer um die Begegnung mit dem Menschen. Ein kleines Gespräch, ein Austausch, das ist es, was viele Einsätze erst richtig rund macht. Und so war es auch hier. „Mich hat bei ZAK vor allem angesprochen“, so Odewald, „dass man seine Zeit ganz frei einplanen kann. Man muss sich nicht zu regelmäßigen Einsätzen verpflichten, kann nur die Hilfen annehmen, die man leisten möchte. Und man kann auch Auszeiten nehmen, wenn es das eigene Leben erfordert.“

Von Anfang an hat sie die Dankbarkeit der Hilfesuchenden angesprochen und motiviert, weiter dabei zu sein. „Einige sprechen ihren Dank direkt aus, andere können das nicht, aber man sieht ihnen die Dankbarkeit an und spürt sie. Das ist es, was mich an diesem Ehrenamt begeistert.“ Sehr berührt hat sie, als sie bei einer Begleitung zum Arzt gebeten wurden, am Arztgespräch teilzunehmen, mitzuhören, damit nichts vergessen geht. „Hier geht es um absolutes Vertrauen in uns Helfer. Vielen ist es sehr wichtig, dass noch jemand dabei ist, mit dem man sich anschließend noch mal besprechen kann.“

Ihre berufliche kaufmännische Erfahrung hat sie auch schon in Hilfeeinsätzen einbringen können. Sie schafft es mühelos Behördenunterlagen so aufzubereiten, dass Vorgänge und Abläufe verständlich werden. Ein Lieblingseinsatzgebiet hat sie bei ZAK nicht, nur für Spaziergänge melde sie sich nicht, sie laufe nicht gern.

Eine Eigenschaft kommt ihr sehr zu gute. Sie kann sich sehr einfühlsam und flexibel auf ihr Gegenüber einstellen und rücksichtsvoll agieren. Wird beispielsweise beim Warten bei einem Arztbesuch ein Gespräch gewünscht, so ist sie dabei. Wenn lieber geschwiegen wird, stellt sie sich auch darauf ein. Und sie kann sehr hartnäckig und zuverlässig sein. Als eine Hilfeanfragende nicht ans Telefon ging, um einen Termin abzustimmen. Und auch auf Klingeln nicht reagiert hat, hat sie die Nachbarn befragt, ob alles in Ordnung sei. Ein vorbildliches Verhalten.

„Ich hatte schon so einige sehr herzliche Begegnungen im Rahmen meiner ZAK-Tätigkeit. Es macht einem selbst zufriedener in seinem Alltag, wenn man anderen Menschen mit kleinen Dingen helfen kann“, so Odewald.

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